Zeiss Contessamat SE

Wie bereits berichtet habe ich mir vor kurzem eine Contessamat SE bestellt. Hier ein kleiner zusammenfassender Bericht:



(Klick vergrößert das Bild)

Wie auf den Bildern zu sehen besteht das gesamte Gehäuse aus Metall während die Ummantelung mit einem Kunstleder bezogen ist.
Neben einem Synchronanschluss (oberes Bild, links unter der Schutzabdeckung) und einem Blitzschuh überrascht die Kamera von 1963 auch mit einer Blendenautomatik. Im Foto kann man links den Belichtungsmesser sehen, welcher auch im Sucher angezeigt wird, und oben die “Auto”-Einstellung am Objektiv.
Rechts, direkt am Auslöser, kann man unterhalb des Filmzählers eine Filmmerkscheibe sehen. Diese kann auf sechs Symbole eingestellt werden die für 1. “Kein Film eingelegt”, 2. “S/W-Film”, 3. “Farbnegativfilm”, 4. “Farbumkehr-Film blitz”, 5. “Farbumkehr-Film Tageslicht” und 6. “Farbumkehr-Film Kunstlicht” stehen. Auf dem Bild ist die Merkscheibe auf “Neg” für “Farbnegativfilm” eingestellt.

Das Herz der ganzen Kamera ist allerdings das Zeiss-Objektiv an dem auch alles eingestellt werden muss. Mit etwas Geschick und Fummelei kann man hier als erstes die Filmempfindlichkeit einstellen (rote Zahlen) die in DIN und ASA angegeben ist. Die Belichtungszeiten reichen von Bulb über 1/30 bis 1/500 sek. Die Blende kann von der offensten Blende 2.8 bis 22 in der manuellen Funktion eingestellt werden, aber – wie erwähnt – auch Automatisch gewählt werden.
Die fest integrierte Gummisonnenblende ist sinnvoll, stört aber enorm beim scharfstellen.

Das größte Manko der Kamera ist der Sucher. Leider ist die Contessamat keine Spiegelreflexkamera und das scharfstellen durch den Sucher ist ein echtes Abenteuer. Der Schnittbildsucher ist schwer zu erkennen und will, gerade in dunklen Situationen, erstmal gefunden werden.
Der kleine grüne Belichtungsmesser, der nur bei der Anwahl auf Blendenautomatik aktiv ist, kann durch den Sucher am oberen Bildrand beobachtet werden. Allerdings ist auch hier etwas Geduld und ein gutes Auge gefragt, damit die ganze Sache auch erkannt wird. Man muss fast von schräg unten in den Sucher linsen, damit man die kleine Nadel sieht.

Die optische Leistung des Objektivs ist nicht zu unterschätzen, auch wenn die Zeit an der Kamera schon ziemlich genagt hat.
Hier ein paar erste Fotos mit der Kamera und einem überlagerten Farbfilm.

Alles in allem ist das arbeiten mit der Contessamat wirklich was feines.
Zwar ist das Handling, bedingt durch den miesen Sucher, nicht das einfachste, aber die kleine Kamera ist für einen schnellen Einsatz trotzdem gut zu gebrauchen.

Eine Anleitung für die Zeiss Contessamat SE findet sich hier.

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