… diese erscheckende Headline hätte mich heute fast dazu gebracht, meinen Kaffee vor Schock zu verschütten. Schnell spielten sich Bilder von verzweifelten Vertretern des SuchmaschinenWeb-Riesens im Stile von Zeugen Jehovas oder Drückerkolonnen in meinem Kopf ab… Die beruhigende ernüchterung folgte zugleich, denn ganz so schlimm wird es nicht. Aber der Reihe nach, worum gehts eigentlich?
Google sucht so genannte “Business Referral Representatives”, die von Tür zu Tür gehen, um Informationen über Geschäfte/Unternehmen zu sammeln und diese fotografisch festzuhalten. Wie der Google-Truck für Streetview für Indoor, sozusagen. Denn mit den gesammelten Daten wird dann anschließend Google-Maps gefüttert…
Zugleich sollen die Ladenbesitzer und Geschäftsleute über Google Maps und vor allem das Werbesystem Google AdWords aufgeklärt werden.
Für jeden akzeptierten Eintrag, abhängig vom Umfang der Daten, zahlt Google 2,- US-Dollar. Wenn die jeweiligen Unternehmen die gesammelten Daten per Postkarte oder online bestätigen, kommen noch einmal 8,- US-Dollar als Vergütung hinzu. Eigentlich nicht schlecht, wenn man sich mal überlegt wie lange man tatsächlich pro Geschäft braucht. Einige Daten fragen, Bilderchen machen und ein wenig die Werbetrommel rühren.
Gehen wir pessimistisch ran, schafft man, sagen wir mal, 2 Geschäfte pro Stunde. Macht 20$ oder knapp 15€ Stundelohn. Immerhin besser als Zeitungen austragen oder Rasenmähen bei den Nachbarn…
Alle Jugendlichen, die sich jetzt Händereibend mit Papis Knipse auf den Weg in die lokalen Fußgängerzonen machen wollten, muss ich leider enttäsuchen, denn (noch) ist das Angebot auf die USA beschränkt, zudem muss man mindestens 18 Jahre alt sein…
via: Golem
weitere Infos @ bloglike; wahrnung; seo-smo.de; webanalyse-news
0 Responses to “Google zieht von Haus zu Haus…”