mitgehört

Ein Paärchen in der Umkleide von einem großen Modekaufhaus:
Er: (Im Bezug auf seine Hose) “Die ist zu lang.”
Sie: “Die weitet sich doch noch!”

—–

In letzter Zeit fällt mir öfters ein älterer Herr auf. Immer öfter wenn ich meine Freundin vom Busbahnhof abhole. Etwa 70 Jahre alt, mit Biberfell-mütze, beige-farbenen mit Fellbesatz bestücktem Mantel, Pfeife, hölzernem Gehstock und rotem Bayern-München-Schal. Ab und an kommt ein zweiter hinzu, grundsätzlich vollkommen geschmacklose grüne – oder eher türkise – Jacke und es wird sich immer am ZOB getroffen.
Während der erste wartend herumsteht, von hinten nach vorne wippt – über den ganzen Fuß abrollt – und dabei den ganzen Körper wie ein Pendel bewegt, gleichzeitig raucht ohne die Pfeife aus dem Mund zu nehmen, die Hände tief in den Taschen verborgen, steht plötzlich wie aus dem nichts die Grünjacke neben ihm.

Die Pfeife fängt an zu reden. Ohne die selbe aus dem Mund zu nehmen. Er redet an der Pfeife vorbei. Redet; und erzählt; und man versteht nichts. Nur bekommt man eines mit: Jedes zweite Wort ist “Panzer”.
Eventuell sagt er auch gar nichts anderes, nuschelt nur und ab und an kommt auch “Panzer” aus der Pfeifenhöhle.
Aber die Jacke steht da und nickt verständnissvoll. Der versteht das.
Er nickt und sagt nichts. Nach zwei Minuten monolog der Pfeife geht die Jacke wieder, in die entgegengesetzte Richtung aus der er kam. Die Pfeife bleibt zurück. Verabschiedet wird sich nicht.

Ich weiß nicht ob diese treffen Zufall sind oder abgesprochen und was das Gespräch soll. Aber über eines bin ich mir sicher: die beiden haben eine Panzer-Problematik.

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