Oh Schreck, oh Schreck, der Fleck ist weg

Es musste viel Wasser die Weser Wände herunterlaufen, bis endlich endlich eine Verbesserung eines Riesenmakels unserer Wohnung in Sicht kam!

Aber von Anfang an:
Bereits bei unserem Einzug prangte in einer Ecke unseres Badezimmers ein Wasserfleck.
Da dieser angeblich durch eine Leckage der oberen Wohnung entstanden und bald entfernt werden sollte, haben wir ihn erstmal hingenommen.

Nach etlichen Beschwerden bei unserem Vermieter, dass endlich etwas passieren müsse, da sich der Fleck weiter ausbreitete und definitiv nicht den Ursprung in der oberen Wohnung hatte, wurde es zugesichert, dass bald Handwerker anrücken würden.

Das Wasser kam, so stellte sich heraus eindeutig von außen.
Es wurde immer feuchter, da bei jedem Regen mehr Wasser in die Wand eindringen konnte.
Vermutlich aufgrund einer verstopften Regenrinne.
Unser Vermieter sprach aber nur von einer rissigen Wand.
Da ständig Putz von der feuchten Wand bröckelte, fing ich irgendwann an den Verfall zu dokumentieren und den überschüssigen Putz von der Wand zu kratzen.

Irgendwie gewöhnten wir uns fast an den Anblick der ollen Flecken und so mancher Besuch würdigte unsere Schmuddelecke als modernes Kunstwerk.
Trotzdem musste angestautem Ärger immer wieder mal Luft gemacht werden und wir drohten dem Wohnungsverwalter abermals mit Mietkürzungen.
Eines Tages wurde tatsächlich die Wand von außen neu verputzt! Das war etwa im Sommer 2010.
Das aufgestellte Gerüst nutzen wir übrigens um mal über die Dächer zu schauen und unserer Theorie mit der Regenrinne durch Fotos Nachdruck zu verleihen.
Nach tagelanger Anstrengung der Handwerker, deren Gefluche oftmals auch in der Wohnung zu hören waren, sollte der Fleck trocken gelegt sein.
Aber einfach so drauf los streichen ist natürlich nicht.
Erstmal musste das Wandgemälde nämlich ordentlich durchtrocknen bevor die zweite Farbschicht drüber konnte.

Etwa Anfang diesen Jahres dann (!) waren wir der Meinung, dass es Zeit wäre einen Maler zu engagieren.
Als ich kurz davor war, ging ich glücklicherweise noch einmal duschen, bevor ich zum Telefon griff.
Denn es tropfte mir nicht vom Duschkopf, sondern von der Decke entgegen.
Nein, nicht von der bekannten Ecke, sondern einfach so aus der unversehrten Decke über mir.

Erst tropfte es nur ein klein bisschen, schließlich dann stetig.
Klar, auch dieser Fleck breitete sich aus und wurde immer größer.
Nachdem der Vermieter und die Nachbarn informiert waren kam irgendwann ein Sachverständigen-Team und nahm sich die Decke vor.
Der erste guckte nur, der zweite schnitt die Decke auf….

… der dritte guckte wieder. Der vierte fand mit allerhand Technik das Leck (die falsch angeschlossene waschmaschine der Nachbarn) und der fünfte brachte einen Kondenstrockner vorbei. Nach etwa zwei Wochen Trocknungsphase kam das erste mal der Maler.
Doch der malte nicht sondern guckte nur. “Da kann ich so nix machen, da muss ich nochmal wiederkommen…”
Handwerker arbeiten scheinbar super Hand in Hand.
Der Trockner wurde mittlerweile auch abgeholt, nachdem der Termin drei mal verschoben wurde!
Als der Maler dann das zweite mal anrückte, schaffte er es tatsächlich die Decke im Bad (und mittlerweile auch in der Küche) zu schließen und in einem etwa dreistündigen Kraftakt die beiden Räume zu malern.
Juchu! Geschafft! Eine weiße Wand!

Leider tauchten die Wasserflecken nach nicht mal 24 Stunden erneut auf.
Also ging es wieder von vorne los: Maler angerufen. Termin vereinbart.
Ich saß ein paar Tage später also wieder mal, bei bestem Wetter, zuhause rum um auf Handwerker zu warten.
Leider tauchte der Maler nicht auf.
Ein paar böse Telefonate später hatte ich einen neuen Termin für nächste Woche.

Der Maler war nun letzte Woche das letzte mal da und hat es tatsächlich geschafft die Wand so zu streichen, dass diese weiß bleibt.

Das Resultat:

Und das nach nichtmal 1 1/2 Jahren. Gut oder?

Verwandte Artikel:

  1. Behördengänge
  2. Malheur
  3. Gleichzeitig ein- und ausgeschlossen
  4. Brand am Ostertorsteinweg
  5. Ebay-Verkauf
Abgelegt unter: : Alltag, hannes
Kommentare: : 2 Kommentare »

2 Responses to “Oh Schreck, oh Schreck, der Fleck ist weg”


  1. 1 Melanka Mai 4th, 2011 at 11:22

    seufz !!!

  2. 2 Nachbarin von oben Mai 10th, 2011 at 02:12

    Hey Fluff!

    Ich bins, Deine beste ANchbarin von oben. Ja, die, die heute die schrecklich geilen Farben im Baumarkt angemischt hat. Ich habe jetzt mir ein Vorbild an Dir genommen und einen Wohnblog angelegt. Freut mcih mit eurer Decke und, dass der Fleck endlcih weg ist! Das ist besser so. Du bist auch bei wordpress. Ich kann nämlich meinen blog nicht so schön gestalten wie du…ich konnte mal bei myspace profile ändern…aber hier mit css und so in den loop was einfügen geht nicht. kannst du mir das mal beibringen? Oder mir ne gute Website dafür empfehlen?
    Liebe grüße von der im Net unbekannt belibenden nachbarin!

Leave a Reply