Photomatix HDR

Ich habe mich nun das erste mal an ein “HDR” getraut.

“High Dynamic Range (HDR) ist eine Bezeichnung für das maximale Kontrastverhältnis in einem Bild. Dieses liegt bei einem normalen Bild, einem sog. LDRI (Low Dynamic Range Image), bei ca. 10.000:1 (chemische Photographie) bzw. 1.000:1 (Digitalphotographie), bei einem HDRI (High Dynamic Range Image) bei ca. 200.000:1.[1] Das heißt aber auch, dass man dieses Kontrastverhältnis auf normalen Monitoren mit geringen Kontrastwerten nicht darstellen kann, dazu benötigt man spezielle HDR-Displays. Man kann jedoch einen Eindruck von HDR-Bildern auf normalen Monitoren gewinnen, indem man ein sog. Tone Mapping-Tool benutzt, um die High Dynamic Range in einen Helligkeitsbereich innerhalb des darstellbaren Kontrastes aufzulösen.” [wikipedia]

Bei einer “normalen” Aufnahme orientiert sich der Belichtungsmesser in der Kamera meist daran, den perfekten Grauton dazustellen.
Dieser Grauton, der von den vielen Kameraherstellern festgelegt wurde, liegt bei 18%.
Das heißt jedes Foto ist ein kompromiss der gerade zu sehenden Lichtverhältnisse zu einem Erfahrungswert, welcher bei optimalen Lichtverhältnissen zu einem schönen weiß führt.
Da sich Belichtungsmesser an diesem Grauwert orientieren, kann es sein, dass viele Informationen in hellen oder sehr dunklen Bereichen von Fotos “verschluckt” werden.
Durch gezielte Über- oder Unterbelichtung lässt sich zwar ein Teil dieser fragilen Bildinformationen erhalten, ein perfektes Ergebnis liefert dies jedoch selten.

Durch die High Dynamic Range können fast alle Bildinformationen erhalten werden.
Dazu werden mehrere Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen kombiniert.
Bei unterbelichteten Fotos sind die Infos im hellen Bildbereich erhalten geblieben, bei überbelichteten Fotos die Infos im dunklen Bildbereich. Das (laut Belichtungsmesser) “optimal” belichtete Foto liefert den Rest an Informationen.
Hierzu schießt man eine Belichtungsreihe wie folgende:

hdr_howto1.jpg
(- 1)
hdr_howto2.jpg
(+/- 0)
hdr_howto3.jpg
(+ 1)

Man kann alternativ auch aus einem Raw-Format mehrere Bilder gewinnen um ein HDR zu erstellen.

Mit der Gratis-Testversion von photomatix (www.hdrsoft.com) habe ich aus den drei Fotos ein HDR erstellt und es mit dem im Programm enthaltenen tone-mapping (s.o.) angepasst.
Das generieren des HDR erfolgt Automatisch.

jugendherberge_hdr_klein.jpg
Natürlich funktioniert das ganze auch in Schwarz-weiß, wenn man die Sättigung entfernt.
jugendherberge_hdr_sw_klein.jpg
(Weitere Beispiele)

Die Software kann auf hdrsoft.com umsonst heruntergeladen werden.
Die Fullware kostet etwa 99$ (info)

Ich für meinen Teil werde in nächster Zeit etwas damit herumexperimentieren.

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Kommentare: : 3 Kommentare »

3 Responses to “Photomatix HDR”


  1. 1 chrische Jun 25th, 2007 at 15:18

    Gefällt mir, schönes Ergebnis.
    Intresannt wäre es, auch die Ergebnisse einiger anderer HDR-Programme mit den selben Bildern gefüttert zu sehen.

  2. 2 hannes Jun 25th, 2007 at 19:48

    Wäre eine gute Idee für den nächsten Eintrag.

  3. 3 Hannes Jun 26th, 2007 at 10:22

    Solang gibt es hier eine Übersicht.

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