Bonjour Navelfluff, Oi Navelfluff, Tere Navelfluff, Yo Navelfluff, Namaste Navelfluff etc.
“Now you know how to greet people in Hindi!”
So begrüßt flickr mich bei jedem einloggen.
Flickr war eine lange Zeit mein größter Zeitvertreib vor dem PC.
Das “recent-activity”-Lesezeichen war so hoch frequentiert, dass er durchs ewige beklicken recht abgenutzt wirkte.
Ich habe Zehntausende Fotos bestaunt und abertausende Kommentare zu selbigen abgegeben – mal mehr mal weniger sinnvoll – und hunderte nette Personen kennengelernt, die ich auch im “Reallife” gerne getroffen hätte.
Meine ‘contacts’ (429 an der Zahl) kommen aus Deutschland, Saudi-Arabien, Brasilien, China, Indien, Israel, den Usa, Italien, Groß-Britannien, etc. etc.
Doch seit einiger Zeit verbietet mir meine Lieblings-Foto-Plattform das einsehen von bestimmten Bildern. Ohne triftigen Grund. Angeblich ist das zensierte Material jugendgefährdend. Laut Yahoo ist das ‘strenge Deutsche Jugendschutzgesetz’ der Übeltäter.
Seit etwa einer Woche kann man den Filter zwar ausschalten, allerdings kann man somit nur Bilder einsehen die als ‘moderate’ gekennzeichnet sind, nicht aber die die als ‘restricted’ getaggt sind (siehe chrische).
(In Hongkong und Singapore blieb stattdessen alles beim alten)
Das schnöde “Sie können dieses Bild nicht sehen” findet sich auch unter den Bildern die ich ehemals als ‘favorite’ getagged habe.
Im großen und ganzen tut dies der enormen Bilderflut auf flickr zwar keinen Abbruch – ich aber werde meine Fotos künftig als privat hochladen und die bereits veröffentlichten Fotos verstecken um flickr dessen größtes Kapital zu verweigern: freiwillig veröffentlichte Fotos der User.
Allerdings werde ich den Account noch etwa ein Jahr lang für private Zwecke nutzen – oder zumindest solang bis ich meine Bilder auf ein anderes Portal übertragen habe. Schließlich habe ich, zwei Tage vor bekannt werden des “Zensurskandals”, meinen Pro-Account verlängert und somit 24,95$ vor die Yahoo-hunde geworfen.
Schön waren die Zeiten als man noch keine Yahoo-ID benötigte um flickr nutzen zu können – als man noch als Old-School-User begrüßt wurde.
Ähnlich ist es nun bei der beta-Version der Foto-Plattform ipernity.com.
In dieses exil sind bereits viele flickr-User geflüchtet, seit neustem auch ich.
Ipernity bietet den Usern eine Mischung zwischen flickr und myspace. Mit eigener Profilseite die individuell gestaltet werden kann und einem Upload-System das auch Text-, Musik-, Foto- und Videodateien unterstützt. Ich hoffe nur, dass hinter ipernity anders als bei myspace (oder auch bald flickr?) kein Medienmogul wie Murdoch sitzt.
Tschüß flickr!
(Jetzt weißt du was bye bye auf Deutsch heißt)
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